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Kandidaten Interview im Willi-Magazin 2025/06

Sie sind Parteimitglied. Sehen Sie sich dennoch als überparteilicher Kandidat?

Als Oberbürgermeister bin ich nicht Parteivertreter, sondern dem Wohl aller Bruchsaler Bürgern verpflichtet. Mein politisches Handeln folgt Vernunft, Verantwortung und gesundem Menschenverstand, nicht parteipolitischer Ideologie. Ich trete für pragmatische Lösungen ein, unabhängig vom politischen Lager. Wer mich wählt, bekommt einen Oberbürgermeister, der Bruchsal in den Mittelpunkt stellt und nicht die Parteibücher in Berlin.

Welches sind Ihrer Meinung nach die drei dringendsten Aufgaben, denen sich die Bruchsaler Verwaltung im ersten Jahr Ihrer Amtszeit zu widmen hätte?

Erstens: Eine konsequente Haushaltskonsolidierung. Die Stadt muss handlungsfähig bleiben, deshalb sind Einsparpotenziale zu identifizieren und unnötige Ausgaben zu stoppen, ohne den Kern öffentlicher Aufgaben zu gefährden. Zweitens: Straßen und öffentliche Einrichtungen sind vielerorts marode und Verwaltungsprozesse veraltet. Hier braucht es Tempo, Pragmatismus und Transparenz. Drittens: Mehr Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum – mit mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt, klaren Regeln und deren Durchsetzung.

Auch in Bruchsal wird der finanzielle Spielraum in den nächsten Jahren enger werden. Würden Sie eher an der Steuerschraube drehen oder lieber freiwillige kommunale Leistungen kürzen?

Ich lehne Steuererhöhungen ab. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten dürfen Bürger nicht noch zusätzlich belastet werden. Stattdessen braucht es eine ehrliche Analyse freiwilliger Leistungen. Nicht jede liebgewonnene Maßnahme ist dauerhaft finanzierbar. Wir müssen Prioritäten setzen: Was dient vielen? Zusätzlich helfen Einsparungen durch Verwaltungsmodernisierung, digitale Prozesse sowie Kontrolle von Zuschüssen, Beteiligungen und Personalaufwand, ohne die Lebensqualität zu gefährden.

Werden Sie den Betrieb aller drei Bruchsaler Freibäder auch in Zukunft sicherstellen?

Ja, ich setze mich für den dauerhaften Erhalt aller drei Freibäder ein. Sie dienen nicht nur Erholung und Gesundheit, sondern sind auch sozialer Treffpunkt und Teil unserer Lebensqualität. Klar ist jedoch, dass der Betrieb finanzierbar bleiben muss. Ich befürworte tragfähige Modelle mit Unterstützung durch Vereine, Ehrenamt und regionale Unternehmen. Solche Kooperationen bestehen bereits, etwa in Obergrombach und Heidelsheim mit Fördervereinen und Sponsoren. Wenn Stadt und Bürgerschaft an einem Strang ziehen, können wir unsere Bäder erhalten.

Unterstützen Sie den Bau von Windkraftturbinen in städtischen Wäldern?

Nein, das lehne ich entschieden ab. Windkraftanlagen im Wald bedeuten massive Rodungen, gefährden Tiere, zerstören Naherholungsgebiete und liefern nur unzuverlässigen Strom. Der Eingriff in Natur und Landschaft steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Solche Projekte dienen oft Wunschdenken statt Vernunft. Bruchsal braucht keine Windparks im Wald, sondern eine technologieoffene Energiepolitik ohne Naturzerstörung vor Ort.

Unterstützen Sie die Ansiedlung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Bruchsal?

Nein – mit aller Deutlichkeit. Eine solche Einrichtung bedeutet Kontrollverlust, steigende Kriminalität und soziale Spannungen. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen: Anwohner fühlen sich unsicher und Schulen sowie Behörden werden überlastet, während das Vertrauen sinkt. Bruchsal darf nicht zum Schauplatz einer gescheiterten Migrationspolitik werden, die Probleme nur verlagert. Wir brauchen klare Grenzen, Rechtsdurchsetzung und eine Politik, die sich zuerst um die eigenen Bürger kümmert.

Weshalb sollten die Bruchsaler Bürger gerade Sie zum Oberbürgermeister wählen?

Ich stehe für Klarheit, eine bürgernahe Verwaltung und praktikable Lösungen, die dem gesunden Menschenverstand folgen. Ich höre zu, nehme die Anliegen ernst und spreche auch unbequeme Wahrheiten offen aus – denn nur Ehrlichkeit schafft Vertrauen. Bruchsal braucht keinen Verwalter, sondern einen mutigen, vorausschauenden Gestalter mit Herz, Verstand und Rückgrat. Ich bin überzeugt, dass Erneuerung dort beginnt, wo jemand Verantwortung übernimmt, anpackt und auch gegen Widerstände Kurs hält. Wer eine ehrliche, glaubwürdige und konsequente Alternative zur bisherigen Politik sucht, findet sie in mir.

 

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